LELBACH

ein Ort mit über 1000-jähriger Geschichte... 

und

Historischer Ortsbegang in Lelbach am 15.09.2012  

Lelbach wird in einer Urkunde im Jahre 980 zum ersten Male als "Lellibechi" genannt. Bei dieser Urkunde handelt es sich um einen Tauschvertrag zwischen Kaiser Otto II. und dem Abt des Reichsstifts Corvey. Der Kaiser erhielt die Marken Meginrichesdorf und Memleben und gab dafür aus dem Reichsbesitz im Ittergau: "lellibechi" (Lelbach), "rehon" (Rhena) und "curbechi" (Korbach), sowie drei andere Ortschaften, die später zu Wüstungen wurden. Ausgefertigt wurde diese Urkunde am 15. September 980 in Wallhausen, einer Kaiserlichen Pfalz. 

Auszug aus der Urkunde 980

 

Auszug aus der Urkunde mit den Namen Lellibechi (Lelbach), 

Rehon (Rhena) und Curbechi (Korbach) vom 15. September des Jahres 980

 

 

 

Aber laut Geschichte muss Lelbach noch älter sein: Zur Entstehung dieses Reichsbesitzes um Korbach herum kam es nämlich schon gut 200 Jahre vorher, als Karl der Große 772 in das Sachsenland einfiel, um es zu erobern und seinem Reich einzugliedern. In einem 30-jährigem blutigen Krieg unterwarf er die Sachsen und zwang sie zur Annahme des Christentums. Der erste Vorstoß seines Heeres führte 772 über die Korbacher Hochfläche und zielte auf die Eresburg, das heutige Obermarsberg. Damals befand sich dort eine Volksburg der Sachsen, die im ersten Ansturm erobert wurde. Über die Korbacher Hochfläche, an deren Westrand Lelbach liegt, führte damals schon eine alte Heer- und Handelsstraße als Höhenweg. Sie kam von Süden und führte von Frankfurt bis nach Bremen. 

Bei seinem Vormarsch ließ Karl der Große an dieser Straße im Abstand von Tagesmärschen (25 - 30 km) befestigte Königshöfe als Etappenstationen anlegen. Sie dienten als Rast- und Versorgungsstationen, aber auch als Sitz regionaler Verwaltungen. Kaiserliche Beamte vertraten hier die Interessen des Reiches, hielten Gericht, zogen Abgaben ein und schützten die Missionare der Kirche und die Kaufleute. 

Korbach war ein solcher Königshof. Es wird als sicher angenommen, dass sich hier schon ein sächsischer Edelhof befunden hat, der dann in einem fränkischen Königshof umgewandelt wurde. Im Mittelpunkt einer Hochfläche gelegen, erlangte er eine zentrale Bedeutung, und die umliegenden Ortschaften werden in anderen Urkunden als Vorwerke diese Haupthofes genannt. Dazu gehörte auch LELBACH!

Im Jahre 1036 befindet sich das ehemalige Reichsgut um Korbach im Besitz des Bischofs von Paderborn, während große Teile Waldecks auch weiterhin im Besitz des Reichsstiftes Corvey verbleiben. Die Grafen von Schwalenberg werden hier 1113 als Vögte und Schutzherren eingesetzt. Es gelingt ihnen, die Burg Waldeck zu erwerben und bis 1180 eine eigene Herrschaft zu errichten. Seitdem nennen sie sich Grafen von Waldeck. Als solche hatten sie auch in Lelbach Besitz.

 

In der Zeit des 12. Jahrhunderts beginnt die Erbauung der Lelbacher Kirche. Diese romanische Kirche war dem Heiligen Nikolaus geweiht und gehörte bis 1832 zur Pfarrei St. Nikolai in Korbach. Die Glocke der Lelbacher Kirche, 1298 gegossen, ist eine der ältesten im Kirchenkreis.

 

 

Über den Ort selbst gibt es nur wenige Nachrichten. In Korbacher Urkunden wurde Lelbach ab 1380 erwähnt, in den Urkunden das Staatsarchivs Marburg ab 1394. Nach dem Landregister von 1541 hatte Lelbach damals 5 Wohnhäuser, 1620 waren es 14 (ca. 90 Einwohner). 

Lelbach war früher nur durch einen Feldweg mit Korbach verbunden. Ähnliche Wege führten über den Rothbusch: der Rhenaer- und der Usselner Weg. Erst in den 40er Jahren des 19. Jahrhunderts wurde die "Chaussee" von Korbach über Lelbach nach Brilon gebaut. Die Korbacher bepflanzten die Straße mit Ahornbäumen, die Lelbacher mit Apfelbäumen. Ausgebaut wurde auch der Weg nach Lengefeld. Mit dem Bahnbau wurde 1913 begonnen; die Teilstrecke nach Korbach wurde am 01. Juni 1914 eingeweiht, die Strecke bis Brilon-Wald erst 1917 fertiggestellt. 

Die Trinkwasserversorgung erfolgte früher durch sogenannte Windebrunnen. Wasser für das Vieh wurde dem Dorfteich entnommen. Eine moderne Leitung ist erst 1907 gebaut worden. 

Seit dem Bau der Chaussee gab es in Lelbach auch eine Posthilfsstelle und eine Gastwirtschaft. Das erste Telefon erhielt 1903 der Bürgermeister. Der Anschluss an das Stromnetz kam 1920.

Alle Voraussetzungen für eine gute Entwicklung des Ortes waren nun gegeben: Anschluss an das Straßennetz und an die Eisenbahn, Wasserleitungen, Stromversorgung, Postverbindungen und die Nähe der Kreisstadt. Die Einwohnerzahl stieg von 1905 bis 1936 von 218 auf 260. Im 1. Weltkrieg hatten die Lelbacher 11 Gefallene zu beklagen; vom 2. Weltkrieg wurde der Ort selbst schwer betroffen. 

Die WLZ berichtet darüber in der Beilage "Mein Waldeck" unter der Überschrift:                               Ein schwarzer Tag für Lelbach: 29. März 1945, 12.30 Uhr mittags. Aus Richtung Lengefeld Schüsse, anscheinend MG-Feuer. Dreißig amerikanische Panzer halten auf der Straße nach Lelbach. Die Schießerei nahm zu. SS-Männer mit Panzerfäusten tauchten auf und feuerten ein Geschoss auf den zweiten, Lelbach entgegenfahrenden Panzer ab. Er geriet in Brand, und das war das Zeichen! Ein Granatenregen prasselte auf das friedliche Dörfchen nieder. Die Panzer schwärmten aus und richteten auch vom Rothbusch herunter ihre Rohre drohend auf die Häuser. Ein Höllenlärm! Rauch stieg im Dorf auf, Scheunen brannten und bald darauf das halbe Dorf. Die ersten Panzer rollten in die Dorfstraße ein. Der Beschuss war zu Ende. Schüchtern kamen Leute aus Runkelkellern und anderen sicheren Verstecks herbei und schauten verstört auf die mächtigen Ungetüme, die sich in den engen Straßen stauten. Viele Häuser, Scheunen und Stallungen wurden zum Teil restlos zerstört. Welch' Stimmung lag an diesem 29. März über dem Dorf, als sich die Abendstunden auf die von Trümmern übersäten Stätten der Vernichtung senkten. Vier SS-Soldaten lagen erschossen an den Dorfausgängen nach Lengefeld und Rhena. Auch ein Litauer, der bei einem Landwirt arbeitete war ums Leben gekommen, aber nicht ein einziger Lelbacher. Nach kurzem Aufenthalt setzte sich der feindliche Heerwurm nach Dingeringhausen in Bewegung. Gegen 17 Uhr war das Diemelgebiet erreicht. Schon vorher wurde der Bahnhof Lelbach / Rhena mehrfach von Fliegern angegriffen und Züge beschossen. Auch hierbei gab es viele Tote und Verwundete. Insgesamt hatte die Gemeinde 28 Tote und Vermisste zu beklagen.

Zur Geschichte Lelbachs gehört auch die Geschichte seiner Schule. Ein Schulmeister wird erstmals 1735 erwähnt, ein neues Schulhaus wurde 1875 erbaut. Das Haus hatte viele Mängel und keinen Schulhof, im Jahre 1926 verlangte die Schulbehörde einen Neubau. Lehrer Edurad Bunte stellte damals ein Baugrundstück an der Lengefelder Straße kostenlos zur Verfügung, und die neue Schule wurde gebaut und 1928 eingeweiht. Lehrer Bunte, der von 1905-45 und von 1948-50 in Lelbach unterrichtete, erlebte es nicht mehr, als 1972 die Schule geschlossen wurde. Er starb 1956. 

1920 kam es zur Gründung des Turnvereins, 1922 des Gemischten Chores. Eine freiwillige Feuerwehr gibt es in Lelbach seit 1935, den Musikverein seit 1953.

Lelbach hat sich nach dem Krieg sehr schnell entwickelt. Zwischen dem alten Dorf und dem Homberg entstand ein neues Baugebiet mit etwa 70 Häusern. Auch nach Lengefeld hin hat sich der Ort ausgedehnt. Nicht nur Heimatvertriebene und Evakuierte fanden hier eine neue Bleibe, auch viele Korbacher siedelten sich in Lelbach an. 

 

Nach längeren Verhandlungen kam es 1971 zum freiwilligen Anschluss an Korbach. Damit wurde die Verbindung zur nahegelegenen Stadt wieder so eng, wie sie früher schon einmal war. Nach dem Bau einer Turnhalle im Jahr 1960 wurde 1977 die große Mehrzweckhalle errichtet. 

 

Ab 1974 entwickelte sich das Neubaugebiet in Lelbach. Über 70 Häuser entstanden in kürzester Zeit. Da man sich im Anfang auf keine Straßennamen einigen konnte, nahm man die einfachere Version, die Straßen mit Buchstaben zu versehen. So ergaben sich die Straßen Lelbach A-D, was zum Teil einige Verwirrungen hervorrief. So kam es zum Beispiel, das Lelbacher in der Straße "C" Post mit der Adresse "Lelbach Zeh" bekamen. Man darf aber stolz sein, denn es gibt nur wenige Orte auf der Welt, die solche Straßenbezeichnungen haben (z.B. New York - Manhatten oder Mannheim). Ein weiteres Baugebiet mit ca. 20 Häusern wurde 1998 erschlossen. Die Bevölkerungszahl hat sich seit dem Krieg mehr als verdoppelt und stieg in den letzten 55 Jahren von 253 auf 618. 

Eine neue Errungenschaft ist das Backhaus. Ursprünglich entstand 1885 ein Backhaus auf einem Hof in Lelbach. 1996 wurde dieses in Lelbach abgetragen, die alten Backsteine wurden zum Teil zwischengelagert. Ab Mai 2000 wurde das Backhaus von Lelbacher Einwohnern liebevoll Stein für Stein wieder aufgebaut. Im Mai 2001 ist es offiziell mit einem großen Fest eingeweiht worden. Das Motto des neuen Backhauses wurde vom Ortsvorsteher Manfred Schatz ausgerufen und heißt: "Gut back!". Der Standort des Backhauses soll sich zum neuen Dorfmittelpunkt entwickeln und künftig das alte Dorf Lelbach mit dem neuen Dorf noch besser verbinden.  

Aus dem kleinen Dörfchen, das vor 400 Jahren noch nicht einmal aus 10 Wohnhäusern bestand, ist inzwischen ein blühender Ortsteil Korbachs geworden, der sich seine Eigenheiten bewahren konnte. Daran haben die Lelbacher selbst einen entscheidenden Anteil. Sie können stolz auf eine mehr als 1000jährige Vergangenheit zurückblicken und zuversichtlich in die Zukunft schauen. 

Vor allem aber haben sie sich etwas bewahrt, was schon 1855 am Ende einer Statistik von ihnen gesagt wird: "Die Lelbacher Einwohner zeichnen sich durch einen nüchternen, gesitteten Lebenswandel aus. Man begegnet in Lelbach Wohlhabenheit und heiterem Temperament. Die Bewohner sind fleißig und mit der Zeit fortschreitend." 

Möge dieses Urteil für die Gegenwart und für die Zukunft   gelten!



Historischer Ortsbegang in Lelbach am 15.09.2012

Einleitung – Historische Arbeitsgruppe

In einer Arbeitsgruppe „Historisches Lelbach“ haben sich eine Reihe von Bürgern/innen am 10. Juni 2003 auf Anregung von Ortsvorsteher Manfred Schatz zusammengefunden. Ziel sollte es sein, geschichtliche Informationen, alte Begebenheiten und Abläufe im Dorf, alte Häuser und Bauten, Vereinsleben, Schule, Dorfentwicklung, usw. zu dokumentieren und somit vor dem Vergessen bewahren. Diese Arbeitsgruppe wurde begeistert aufgenommen, man traf sich in unregelmäßigen Abständen zweimal im Jahr. Das zusammengetragene Material wurde gesichtet, bewertet, geordnet und für eine spätere Verwendung aufbereitet. Viele alte Bilder wurden neu gescannt und mit den schon vorhandenen Bildern für eine Dia-Präsentation gesichert, als Koordinator und Ansprechpartner fungierte Ortsvorsteher Manfred Schatz.
Die nachfolgende Ausarbeitung für den „Historischen Dorfrundgang“ am 15. Sept. 2012 wurde von Hans-Jürgen Wege, Georg Kleine und Manfred Schatz in vielen Stunden  aufbereitet und an den einzelnen Stationen vorgetragen.
Diese Abhandlungen sind nur ein kleiner Teil aus der Lelbacher Geschichte, es gibt sicher noch vieles mehr über das man berichten könnte. Der Ortsbeirat und die genannten Hauptakteure sind allen Lelbacher BürgernInnen sehr verbunden, wenn diese alte Begebenheiten, Bilder, Dokumente, Geschichtliches usw. weiter sammeln und zur Verfügung stellen. Wir wollen damit erreichen, dass das, was unsere Vorfahren uns überliefert haben, nicht in Vergessenheit gerät.


Hans-Jürgen Wege, Georg Kleine und Manfred Schatz während des Dorfrundgangs

Begrüßung 

Liebe Lelbacherinnen, liebe Lelbacher, liebe Gäste!

Zu unserem historischen Ortsbegang in Lelbach begrüße ich Sie  alle auf das Herzlichste in unserem 1032-jährigen Lelbach.
Ich freue mich darüber, dass unser Aufruf so zahlreich aufgenommen wurde.
Ich begrüße unsere Mitglieder im Arbeitsausschuss „Historisches Lelbach“, die seit vielen Jahren unermüdlich an der Aufarbeitung der Geschichte in Lelbach gearbeitet haben. Es ist wie ein Virus der einen nicht mehr los lässt, wenn man einmal mit der Geschichte in Berührung gekommen ist.
Ich begrüße  den Vorsitzenden der Ortsgruppe des Waldeckischen Geschichtsvereins Hans A. Pohlmann, gleichzeitig bedanke ich mich für die hervorragende Unterstützung und Zusammenarbeit zur Gestaltung des heutigen Rundganges.
Diese Veranstaltung ist ein gemeinsames Projekt der Ortsgruppe Waldeckischer Geschichtsverein Korbach und des Ortsbeirates Lelbach, dessen Mitglieder ich hiermit auch herzlich willkommen heiße.
Ich begrüße unseren Bürgermeister Klaus Friedrich der heute bei uns zu Gast ist und uns auf unserem Rundgang begleiten wird.
Ganz besonders aber freue ich mich über die zahlreichen Gäste aus der Kernstadt Korbach und aus unseren Nachbargemeinden die ebenfalls zu uns gekommen sind. Ein besonderer Gruß geht an unsere Gäste aus Lengefeld die im letzten Jahr einen tollen Ortsbegang im Rahmen ihrer 975- Jahrfeier ausgeführt haben.
In der Geschichte gibt es viele Hinweise und Deutungen auf die Zahl sieben:
Der Siebenjährige Krieg – die Sieben Geißlein – Sieben Tage hat die Woche –
Sieben Kräuter braucht man für eine gute Grüne Soße –
Sieben Jahre war die Straße zwischen unseren beiden Dörfern gesperrt, jetzt können wir endlich auf unserer alten Verbindungsstraße, demnächst in neuer Form,  wieder ohne Umwege zu einander kommen.
Mit dem heutigen Ortsbegang durch Lelbach wollen wir ein kleines Zeitfenster in unserer 1032 jährigen Geschichte aufstoßen. Bei den Vorbereitungen ist unser Arbeitskreis auf großes Interesse bei den Bürgern im Dorf gestoßen. Viele haben Interessantes oder fast Vergessenes wieder ans Tageslicht gebracht. Wenn wir alles berichten wollten, so glaube ich, wären wir morgen noch nicht damit zu Ende.
So haben wir uns entschlossen nur einige Stationen in unserem Rundgang aufzunehmen. Wir hoffen, dass diese für Sie, liebe Gäste, ebenfalls interessant erscheinen.     
Wir wollen damit einen kleinen Ablauf aus der Geschichte  und des täglichen Lebens von früher in Lelbach schildern und versuchen zu dokumentieren.

Ortsvorsteher Manfred Schatz

Inhalt und Übersicht der Stationspunkte mit Erklärungen

1. Station Homberg-Halle
    1.1    Überblick über die Geschichte
    1.2    Ortslage und Geologischer Aufbau der Gemarkung
2. Station Straßenkreuzung Stadtweg / Richtsweg
    2.1    Kreuzweg
    2.2    Lelbachs schwarzer Tag am 29. März 1945
3. Station ehemalige Schule – Schulen in Lelbach
4. Station Dorfteich
    4.1    Der Dorfteich
    4.2    Wasserversorgung Lelbach
    4.3     Spritzenhaus
    4.4     Silberkuhlen
    4.5     30 – Jähriger und Siebenjähriger Krieg
5. Station
    Kirche – Friedhof – EhrenmalStaion Stadtweg / Willinger Straße
6.  Station Stadtweg / Willinger Straße
     6.1    Pferdewechselstation, Poststation, Gasthäuser
7.  Station Dorfplatz
     7.1    Siedlung auf den Brüchen
     7.2    Obere und Untere Ziegelhütte
     7.3    Eisenbahn (Bundesbahn)
     7.4    Forsthaus Homberg
     7.5    Dorfplatz und Backhaus
     7.6    Neubaugebiete
     7.7    Evangelisches Gemeindehaus
8. Station Erlheimer Weg
     8.1    Gut Erlheim
     8.2    Öhls Teich
     8.3    Neuer Teich (Alte Badeanstalt)
     8.4    Der Kubach
     8.5    Renaturierung Kubach
     8.6    Schein – Flugplatz
     8.7    Flurnamen


Abbildung Plan vom Rundgang


Ortsbegang Lelbach am 15.09.2012 – 14.00 Uhr

1.    Homberg Halle   

1.1   Überblick über die Geschichte    

In einer Urkunde aus dem Jahre 980 wird Lelbach zum ersten Male als „Lellibechi“ genannt.
Bei dieser Urkunde handelt es sich um einen Tauschvertrag zwischen Kaiser Otto II. und dem Abt des Reichsstifts Corvey.
Der Kaiser erhielt die Marken Meginrichesdorf und Memleben und gab dafür aus dem Reichsbesitz im Ittergau: "lellibechi" (Lelbach), "rehon" (Rhena) und "curbechi" (Korbach), sowie drei andere Ortschaften, die später zu Wüstungen wurden, ab.
Ausgefertigt wurde diese Urkunde am 15. September 980, taggenau vor 1032 Jahren, in Wallhausen, einer Kaiserlichen Pfalz.
Laut Historikern gab es Lelbach, Rhena und Korbach bereits 200-300 Jahre vor der erstmaligen Erwähnung.
Spätere Namen Lelbachs waren: Lellebeki, Lellebeke, Lelebecke, Lelbecke, Lelbeck.
Korbach war auch einst Königshof Karl des Großen. Kaiserliche Beamte vertraten hier die Interessen des Reiches, hielten Gericht und zogen Abgaben ein.
Im Mittelpunkt einer Hochfläche gelegen, erlangte der Königshof eine zentrale Bedeutung.
Die umliegenden Ortschaften werden in Urkunden als Vorwerke dieses Königshofs genannt.
Dazu gehörte auch Lelbach!
Im Jahre 1036 befindet sich das ehemalige Reichsgut um Korbach im Besitz des Bischofs von Paderborn. 
Die Grafen von Schwalenberg werden 1113 als Vögte und Schutzherren eingesetzt.
Es gelingt ihnen, die Burg Waldeck zu erwerben und bis 1180 eine eigene Herrschaft zu errichten. Seitdem nennen sie sich Graf von Waldeck. Als solche hatten sie auch Lelbach in Besitz.
Im Landesregister von 1537 heißt es u.a.: Lelbach ist unseres gnädigen Herrn Philipp III.
Graf von Waldeck / Eisenberg mit aller Obrigkeit, Gebot und Verbot, Halsgericht, Strafe und Geleide, Landsteuer, Buße.
Die Höfe, die da sind, sind denen von Rhena und den Bürgern von Korbach.
Im Landesregister von 1541 finden sich unter „Amt Eisenberg“ ähnliche Angaben.
Regent war jetzt Graf Wolrad II. Für ihn nahm der Bürger Leusmann zu Korbach den Zehnten in Lelbach ein.
Leusmann wurde später Bürgermeister von Korbach.
Im Generalinventar der Grafschaft Waldeck / Eisenberg von 1602 sind die Namen von vier Bauern und sechs Köttern in Lelbach genannt.

In dem Jahr 1858 wurde Lelbach von der Korbacher „Commission“ der Gemarkungs-Regulierung in einem Protokoll vom 5. Juni in eine politisch und wirtschaftlich selbstständige Gemeinde entlassen.
Die Stadt Korbach hat dazu einen Teil seiner Gemarkung abgetreten.
Allerdings behielt sie den ortsnahen Homberg, ein großes Waldgebiet nördlich von Lelbach in ihrem Hoheitsgebiet, sodass die Korbacher Gemarkung dort Lelbach umgibt und bis an die Rhenaer Gemarkung heranreicht. 

Die Selbstständigkeit dauerte genau 113 Jahre bis in das Jahr 1971 an.
Nach längeren Verhandlungen erfolgte der freiwillige Anschluss Lelbachs an Korbach.
Damit wurde die Verbindung zur nahegelegenen Stadt wieder so eng, wie sie früher schon einmal war.

1.2    Ortslage und Geologischer Aufbau der Gemarkung   

Die Lage des alten Dorfkerns wird im Gradnetz mit 51° 17’  Nord und 8° 50’ Ost angegeben.
Lelbachs Höhe über dem Meeresspiegel beträgt im Mittel 420m, während die Höhenlage der Bahnstation Lelbach / Rhena 463m beträgt.
Die Gemarkung Lelbach hat eine Gesamtgröße von 515 ha.
Angrenzende Gemarkungen sind Korbach, Lengefeld und Rhena.
Der geologische Aufbau der Lelbacher Gemarkung wird in einer Statistik vom Jahre 1855 beschrieben, die heute noch Gültigkeit hat.
Danach befindet sich hier der Übergang vom Rheinischen Schiefergebirge zum Sandstein.
Der Kalkstein tritt teilweise als Übergangsform auf. An der westlichen Gemarkungsgrenze befindet sich noch die Formation des Grauwackenschiefers. Weiter Richtung Osten treffen wir früher oder später Überlagerungen Dolomitischen Kalksteins an, der dann in Buntsandstein übergeht.
In den östlichen Tieflagen befinden sich an verschiedenen Stellen mächtige Tonlager.


2.     Straßenkreuzung Stadtweg / Richtsweg   

2.1    Kreuzweg

Kreuzweg  -  Krüzwäch! Der Mittelpunkt des alten und ursprünglichen Dorfes.
Hier siedelten wohl die ersten Lerbacher Bürger vor mehr als 1000 Jahren, am Rande der Korbacher Hochebene in Richtung Westen.
Der Boden ist hier im Gegensatz zum beginnenden Schieferboden noch gründig und auch in trockenen Zeiten einigermaßen ertragreich.
Die von Süd – Westen bis Nord – Westen reichenden Wälder schützen vor kalten und heftigen Winden.
Am wichtigsten war das hier vorkommende Wasser. Es floß als kleiner Bach, genannt Bicke,
mitten durch das alte Dorf.
Später wurde im Rücken des Kreuzweges die Bike als Dorfteich angestaut.  Bei Schneeschmelze und Hochwasser schaffte der Auslauf die Wassermengen nicht.
Der Kreuzweg und die weiter unten liegenden Wiesen standen unter Wasser.
Heute wird der Bach unterirdisch im Rohr abgeleitet.
In einem alten Rhenaer Lesebuch stand geschrieben: „ Das wohlhabende Lelbach am Fuße des Hombergs gelegen“.
Es scheint allerdings etwas übertrieben und von der Wirklichkeit entrückt. Vor allem auch die Entfernung zum Homberg.
Zurück zum Kreuzweg  -  Krüzwäch. Hier lebten und wohnten (bei Beginn der schriftlichen Aufzeichnungen), nach dem 30 – jährigen Krieg 10 Familien, von denen einige heute noch hier ihre Heimat haben.
Außer bei der Familie Kramer, haben sich allerdings bei allen Anderen die Zunamen geändert.
Die sogenannten Hausnamen sind aber immer geblieben. 
Leider werden aber die Hausnamen und auch die plattdeutsche Sprache kaum noch benutzt.
Sie werden wohl bald der Vergangenheit angehören.
In den Salbüchern von 1672 und 1682 werden bereits 16 Häuser aufgeführt mit 104 Einwohnern.
Im Jahr 1770 gab es 26 Häuser mit 169 Einwohnern und 1900 waren es 37 Häuser und 218 Einwohner.
Heute stehen in Lelbach 179 Wohnhäuser mit 676 Einwohnnern.
Die alte Straße von Korbach nach Lelbach und weiter ins Upland führte hier vorbei.
Beginnend in Korbach im „Lelbacher Weg“ verlief sie etwa 200 m südlich der jetzigen Straße entlang.
Der Name „Stadtweg“ soll daran erinnern, dass hier einmal ein Stück der alten Straße verlaufen ist.
Die Straße zwischen Lelbach und Lengefeld wird von dem sogenannten Rhenaer und dem Usselschken Weg gekreuzt. Also die direkten Wege von Korbach zu den vor genannten Orten.
Aber eine alte Begebenheit erinnert daran, dass auch der „Stadtweg“ um 1850 als Weg ins Upland diente.
So erzählte meine Ururgrossmutter meinem Großvater und dieser dann wiederum mir, dass einmal im Frühjahr um 1850 Usselschke Wiewer (alter Ausdruck für Frauen) von Korbach her kamen und über die üppigen Brennesseln, die unweit von unserem Hause wuchsen, staunten.
„Wot han ji aber hie groute Brennetteln hie, souwot schkönes geddet bi uns to heime nit“.
So war damals ihr Ausspruch.
Die Brennessel lieferte bekanntlich früher mit das erste frische Gemüse für die Menschen nach dem langen Winter.
Es diente auch als wertvolles kleingeschnittenes Futter für Hühner und Gänseküken.
Ja, der gute alte Kreuzweg. Einst Mittelpunkt des ursprünlichen Dorfes, heute eine fast normale Dorfstraße.
Hier befand sich bis in die 60er Jahre die Sammelstelle für Milchkannen der sieben Milchlieferanten rund um die Kreuzung.
Hier machte sich seinerzeit auch der Ortsdiener mit Glocke auf sich Aufmerksam, um mit lauter Stimme die amtlichen Anordnungen und Bekanntmachungen der werten Obrigkeit bekannt zu geben.
Vom großen Strommast hier, gingen die Stromleitungen in alle Richtungen. Auf den Drähten sammelten sich im Spätsommer Scharen von Schwalben, um dann die Reise in den warmen Süden anzutreten.
Hier trafen sich auch unter einem riesigen Eschenbaum die Kinder des alten Dorfes, um sich miteinander für ihre Spiele und Streiche am freien Nachmittag zu bereden.

Das Gebäude an der Straßenecke wurde 1770 erbaut. Dies geht aus der Balkeninschrift über dem ehemaligen Scheunentor auf der östlichen Seite hervor.
Der Baustil ist ein Diemel – Sächsischer Fachwerkbau. Die Grundlage für den Stil ist der niederdeutsche Hallenbau, auch volkstümlich als Niedersachsenhaus bezeichnet.
Das Niedersachsenhaus ist ein Einhaus, bei dem Wohnung, Stallungen und Erntelager in einem Hauskörper zusammengefasst sind.
In den Jahren 1830 – 1970 wurden in Lelbach ein Großteil der Bauerngehöfte neu errichtet.
In der Regel führte bei diesen von der Einganstür her ein langer Flur durchs Haus, an dessen Ende die Küche war.
Auf der einen Seite des Flurs ging man in den Wohnbereich und auf der anderen Seite in den Stall und Scheune.

Bemerkenswert ist auch die Balkeninschrift am Haus gegenüber. Der Hinweis ist aus dem Jahr 1847.
Als der Bau errichtet wurde, kostete das Mütte Korn 28 Taler.
1847 war infolge der Missernte ein „Hungerjahr“.

2.2   Lelbachs schwarzer Tag 1945       

Ein schwarzer Tag für Lelbach war am 29. März 1945.

12.30 Uhr mittags, aus Richtung Lengefeld Schüsse, anscheinend MG-Feuer. Dreißig amerikanische Panzer halten auf der Straße nach Lelbach. Die Schießerei nahm zu. SS-Männer mit Panzerfäusten tauchten auf und feuerten ein Geschoss auf den zweiten, Lelbach entgegenfahrenden Panzer ab.
Er geriet in Brand, und das war das Zeichen für einen Angriff!
Ein Granatenregen prasselte auf das friedliche Dörfchen nieder. Die Panzer schwärmten aus und richteten auch vom Rothbusch herunter ihre Rohre drohend auf die Häuser.
Ein Höllenlärm! Rauch stieg im Dorf auf, Scheunen brannten und bald darauf das halbe Dorf.
Die ersten Panzer rollten in die Dorfstraße ein. Der Beschuss war zu Ende.
Schüchtern kamen Leute aus Runkelkellern und anderen sicheren Verstecks herbei und schauten verstört auf die mächtigen Ungetüme, die sich in den engen Straßen stauten.
Sechs Wohnhäuser und mehrere Wirtschaftsgebäude verbrannten. In den Flammen kamen auch viele Pferde, Kühe und Schafe um.
Welch' Stimmung lag an diesem 29. März über dem Dorf, als sich die Abendstunden auf die von Trümmern übersäten Stätten der Vernichtung senkten. Vier SS-Soldaten lagen erschossen an den Dorfausgängen nach Lengefeld und Rhena. Auch ein Litauer, der bei einem Landwirt arbeitete war ums Leben gekommen, aber nicht ein einziger Lelbacher. Nach kurzem Aufenthalt setzte sich der Heerwurm in Richtung Dingeringhausen in Bewegung.
Die Toten wurden auf dem Lelbacher Friedhof bestattet.
Den Brandgeruch in unserem Dorf habe ich heute noch in meiner Nase. Er begleitet mich seitdem ein Leben lang.


3.    Ehemalige Schule    

In Lelbach gab es im Laufe der Zeit drei verschiedene Schulgebäude.
Das älteste Schulgebäude wurde 1735 erstmals erwähnte und lag in der Dorfmitte.
Es war aber mittlerweile für die wachsende Schülerzahl zu eng geworden.
Deshalb beschloß man 1872, ein neues Schulgebäude auf der Gemeindewalme oder Gemeindewiese oberhalb des Dorfes zu errichten.
Das Gebäude wurde zu 4.250,-- Talern an Zimmermeister Bangert aus der Ohlenbeck bei Neerdar verdungen.
Es wurde 1875 fertiggestellt.
Der Schulbetrieb wurde in der neuen Schule aufgenommen. Das alte Schulhaus diente nunmehr als Gemeindehaus.
Bei der Abnahme des neuen Schulgebäudes wurden einige Mängel festgestellt, wie Feuchtigkeit und Schimmelpilze.
Es mussten Reparaturen und Umänderungen durchgeführt werden.
Im Jahre 1926 verlangte die Schulbehörde den Einbau einer neuen Klosettanlage in der Schule.
Weiter war eine bauliche Vergrößerung des Schulsaales, für die Einführung der einklassigen Schule, notwendig.
Bisher wurden die oberen Klassen vormittags und die unteren Klassen am Nachmittag unterrichtet.

Bei dieser Sachlage tauchte der Gedanke auf, eine neue Schule zu bauen.
Nach der Zusicherung der Landesschulbehörde für einen Zuschuss zu sorgen, stimmte der  Gemeinderat dem Bau einer neuen Schule zu. Schwierigkeiten bereitete die Platzfrage.
In dieser Situation stellte der damalige Schulstelleninhaber Lehrer Bunte der Gemeinde ein 25a großes Ackerstück, hier an dieser Stelle, zur Verfügung. Er hatte das Grundstück zuvor käuflich erworben.
Später hat Lehrer Bunte ein weiteres 5a großes Stück zum Schulgrundstück hinzugekauft.
Der Gemeinderat entschied sich endgültig für diesen Platz und es wurde das vor uns stehende ehemalige Schulgebäude gebaut.
Der Rohbau war 1927 fertig. Die feierliche Einweihung erfolgte am 2. September 1928.
Die Gesamtkosten des Baues beliefen sich auf rund 50.000,-- Mark.

Ab 1970 wurden die einklassigen Dorfschulen aufgelöst. Die Lelbacher Kinder gingen nun nach Korbach zur Schule.
Das Gebäude wurde privatisiert und als Wohnhaus eingerichtet.
Der ehemalige Schulsaal blieb erhalten und wird von den jetzigen Besitzern für kulturelle Zwecke genutzt.


4.     Dorfteich   

4.1   Der Dorfteich    

Am Ausgang eines kleinen Tales, im Rücken des alten Dorfes und nur in geringer Entfernung zum vorhin beschriebenen Kreuzweg wurde um das Jahr 1300 das Wasser eines kleinen Baches, auch  „Bicke“ genannt, mittels eines für damalige Verhältnisse großen Damm aufgestaut.
Der damit geschaffene Dorfteich, hatte seit damals bis in die heutige Zeit, viele Funktionen zu erfüllen. Da er gar nicht weit von den meisten Hofstellen der damaligen Zeit gelegen war, diente er wohl in erster Linie als Trinkwasserversorgung für die Tiere. Das Wasser wurde über hölzerne Rohre zu den einzelnen Höfen geleitet.
Auch die Fischerei spielte eine wichtige Rolle. So mussten im Laufe der Jahrhunderte ein Teil der gefangenen Fische als Zehnt an die Herren von Rhena, an das Kloster Flechtdorf, das Waldeckische Grafen- und spätere Fürstenhaus, Burggut Lengefeld und einflussreiche Korbacher Familien abgegeben werden.
Später wurde dann der Teich und seine Fischzucht an interessierte Privatleute verpachtet.
Auch die Eisgewinnung im Winter zur Kühlung der Waren und Getränke im Sommer hatte Bedeutung. Und nicht zuletzt diente und dient noch heute der Teich und seine nahe Umgebung im Sommer und im Winter mit seiner Eisfläche als beliebter Kinderspiel- und Aufenthaltsort.
Seit geraumer Zeit hatte unser geliebter Dorfteich in trockenen Jahren allerdings Probleme mit dem Wasserzulauf.
So wurde zu einem durch den Bau der Eisenbahn 1913 mit seinem tiefen Einschnitt am Bahnhof Lelbach / Rhena ein Feucht – und Sumpfgebiet zerstört, aus dem ein wichtiger Teil des Teichwassers kam.
Zum anderen entstanden durch Sprengungen für den Abwasserkanalbau, in unmittelbarer Nähe des Teiches, Risse in der Teichsohle. Ein Teil des Wassers konnte in die hier beginnende Enser Scholle abfließen.
Erst in jüngster Zeit scheint es gelungen die Risse zu stopfen, sodass der Teich im Moment wieder ausreichend Wasser hat.  

4.2  Wasserversorgung Lelbachs       

Neben dem Dorfteich, aus dem Trinkwasser für die Tiere der umliegenden Bauern entnommen wurde, waren zu der Zeit auch sechs Brunnen vorhanden, vier Privatbrunnen und zwei gemeindliche Brunnen.
Die Privatbrunnen waren 7,0 – 9,0 m tief, ausgemauert und mit einer Winde versehen.
Die Gemeindebrunnen, waren ebenfalls ausgemauert, aber nur etwa 3,0 m tief.

1855 wurde der Bau einer Wasserleitung mit hölzernen Röhren von einer Quelle in dem Feucht – und Sumpfgebiet auf der rechten Seite der nach Rhena führenden Straße in Angriff genommen.
Ein großer Teil des Teichwassers kam ja bereits von dort.
Die Kosten, die aus Privatmitteln bestritten wurden, beliefen sich auf etwa 250 Taler.
Die Holzrohre wurden bald gegen Steingutrohre und diese später gegen gusseiserne Rohre ausgetauscht.
Über die Leitung wurde der untere Dorfbereich versorgt.
In trockenen Jahren war aber die Versorgung nicht ausreichend, sodass man zusätzlich Trink- und Kochwasser aus dem Dorf - Brunnen oberhalb des Teiches holen musste.
Es durfte aber niemand Wasser für das Vieh dort entnehmen. Wer es dennoch machte, zahlte eine Strafe von 1 Mark.
Im Frühjahr 1883 wurden zwei Wasserkümpe im Dorf angelegt.
Der eine war im oberen Dorf gelegen, der andere unterhalb der Kirche.
Die Steine für die Kümpe waren aus Volkmarsen.

Die Wasserversorgung wurde für das wachsende Lelbach immer unzureichender.
Deshalb hat die Gemeinde 1907 in der Gemarkung Echternberg, etwa 2,5 km von hier in nordwestlicher Richtung, Brunnen erschlossen. Sie lieferten ca. 120 cbm Wasser / Tag.
Ein Hochbehälter, zwischen den Brunnen und Lelbach auf einem Hügel gelegen, sammelte das Wasser.
Von hier wurde es in das neu erstellte Wassernetz des Dorfes eingespeist.
Die 1907 erbaute Wasserversorgung genügte Jahrzehnte hindurch allen Ansprüchen.
Auch in trockenen Jahren von1911 und 1921 versagte sie nicht.
Erst im Jahr 1947 traten erste Versorgungsschwierigkeiten auf. Die Prüfung ergab, das der Zahn der Zeit das Lelbacher Leitungssystems angenagt hatte. 
Nach Behebung der Schäden war wieder ausreichend Wasser vorhanden.
Sogar die gestiegene Einwohnerzahl, vermehrter Einbau von WC’s und Bädern konnte aufgefangen werden.
Im Jahr 1966 hatten die Brunnen im Echternberg ausgedient und wurden stillgelegt.
Der Lelbacher Hochbehälter war an dem Verbundnetz von Korbach angeschlossen und wurde von dem Korbacher Wasserwerk bei Erlheim gespeist.
Das Werk bekommt sein Wasser zu einem kleinen Teil aus den Brunnen im Homberg und zum größten Teil von den Quellen der Teichmühle.
Das Wasserwerk wurde 2008 / 2009 komplett für ca. 1 Mio. von der EWF erneuert.
Nur die alte Fassade aus dem Jahr 1904 blieb erhalten.

4.3   Spritzenhaus

Vor 1850 besaßen Lengefeld und Lelbach eine gemeinsame Feuerwehrspritze. Lengefeld war mit 2/3 und Lelbach 1/3 an den Kosten beteiligt.
Die Verhältnisse führten dazu, dass die Spritze im Wechsel 6 Jahre in Lengefeld und 3 Jahre in Lelbach stationiert war.
Die Lelbacher und Lengefelder Wehren waren auch verpflichtet bei Bränden in Korbach zu helfen.
Wer zuerst da war bekam eine Prämie.
Auf Grund der ungünstigen Verhältnisse beschafften sich bald die Lelbacher eine eigene handbetriebene Hochdruckspritze.
Damit die Spritze ein Zuhause bekam, wurde 1850 das Spritzenhaus neben dem Dorfteich erbaut. Dort waren auch die Ledereimer zum füllen der Spritze und die Ausrüstung für die Feuerwehrkameraden untergebracht.
Später als eine moderne TS 8 - Spritze kam, hatte die alte Spritze ausgedient.
Heute befindet sich das Feuerwehrgerätehaus neben der Homberg Halle

4.4    Silberkuhlen

In westlicher Richtung ca. 1,5 km von hier in der Rhenaer Gemarkung liegen die Silberkuhlen.
Wie das Wort sagt, wurde hier im Tagebau nach Silber sowie anderen Erzen gegraben.
Weil der dort verlaufende Bach auch Vorkommen von Gold zeigte, waren schon um 1500
Lelbacher als Goldwäscher im Bereich der Silberkuhlen tätig.
Vor rund 80 Jahren beauftragte einer Firma Rauschebusch ein paar Lelbacher dort von neuem Gold zu waschen.
Der Ertrag war aber zu gering, um bei einem Goldpreis von rund 3,50 Mark die Arbeit rentabel zu gestalten.

4.5   30 jähriger und Siebenjähriger Krieg

Es ist sicher dass die Drangsale, die Korbach im 30-jährigen Krieg durch die Truppen Tillys, Böninghausens und andere Feldherren erlitt, auch Lelbach berührten. Eine Andeutung darüber findet sich im Salbuch von 1672. Es heißt dort in Bezug auf Joeren Jakob Kramer, dem damaligen Besitzer des Hauses vor uns.
„Eine wüste Haustätte, davon die Krieger das Haus herabgerissen.“
Nach der Zerstörung im 30-jährigen Krieg, wurde das Haus bald neu errichtet und musste 1954 einem Neubau weichen. 

Etwa 140 Jahre später war Lelbach vom Siebenjährigen Kriege betroffen.
Aus einer alten Karte ist zu ersehen, dass am Abend des 10. Juli 1760 „die große französische Armee“ dicht unterhalb des Dorfes stand.
„Die Armee der Alliierten“ auf Seiten Friedrichs des Großen hatten östlich von Sachsenhausen Aufstellung genommen.
Das Gefecht zwischen einem englisch-hannöverischen Korps unter dem Erbprinzen von Braunschweig und einem französischen Korps im Raume Lelbach, endete mit dem Rückzug der Alliierten.


5.   Kirche    

Die Kirche in Lelbach ist um das Jahr 1200 erbaut worden. Urkundlich erstmals 1229 erwähnt.
Sie war dem Heiligen Nikolaus geweiht.
Bis 1832 gehörte die Kirche zur Pfarrei St. Kilian und danach zu St. Nikolai in Korbach.

Im 16. Jahrhundert erfolgten wesentliche Umbauten.
Im Jahr 1534 wurde das Dach erneuert und der Chorraum angebaut.
Türen und Portal wurden 1560 erneuert.
In den Jahren 1564 - 1566 ließ der damalige Bürgermeister von Korbach, Leusmann, als Kirchenvorsteher von Lelbach gegen den Willen von Wolrad II. Graf von Waldeck / Eisenberg
die Kirche umfangreich umbauen.

An die Stelle des romanischen Gewölbes trat eine flache Decke.
Von den romanischen Fenstern blieb nur eins an der Südwand übrig.
Im Jahr 1617 wurde eine Empore, auch Borlebe genannt, errichtet.

Es bestand lange Zeit die Sitte, dass Gemeindeglieder von Lelbach, wenn hier kein
Gottesdienst war, zum Kirchenbesuch nach Lengefeld hinübergingen und auch umgekehrt.
Damit die Kirchenbesucher aus Lengefeld ausreichend Platz hatten, wurde am Ausgang des
17. Jahrhunderts eine zweite und eine dritte Borlobe an der Südwand, auf Kosten des Burggutes in Lengefeld erbaut.
.
Der Lelbacher Altar hatte früher keinen Aufsatz.
Ein solcher wurde 1843 von der Kirchengemeinde Lengefeld der Kirche zu Lelbach übertragen.
Es handelt sich um einen Barockaufsatz, entstanden um 1690, mit einem Christusbild.
Lange Zeit war die Frage offen, den von Lengefeld übernommenen Altarraufsatz zu restaurieren und mit einem neuen Bild zu versehen.
Wegen Geldmangel wurde letztlich der Aufsatz entfernt und in die Kirche nach Armsfeld gegeben.
Der Altar ist seitdem wieder ohne Aufsatz.

Die Glocke der Lelbacher Kirche wurde 1298 gegossen und ist eine der ältesten hier im Kirchenkreise.
Eine zweite Glocke wurde 1934 beschafft, mußte aber im 2. Weltkriege wieder abgegeben werden.
Heute sind im Glockenturm 4 Glocken vorhanden.
 
Es gab früher auch eine Stundenschlaguhr. Für das tägliche Aufziehen der Uhr bekam der Lehrer in seiner Eigenschaft als Küster um 1870 jährlich einen Taler 2 Silbergroschen.

Die Orgel wurde 1890 gebaut.
Sie wurde zum Teil über Spenden von Lelbachern mitfinanziert.
U.a. wurden 10,-- Mark, die die Lelbacher erhalten hatten, weil sie beim Brand der unteren Ziegelhütte zuerst mit der Spritze da waren, für den Bau der Orgel verwendet.
Die Hauptlast trug die Gemeindekasse.
Die Gesamtkosten des von Eduard Vogt - Korbach erbauten Instrumentes betrugen 1358,-- Mark.
Heute gehört sie zu den wenigen erhaltenen Orgeln, die die Firma Vogt im Waldecker Land baute.

Aus Anlaß des vierhundertjährigen Jubeltages der Reformation pflanzte man 1917 auf dem Kirchhof die Eiche.

Das Dorf hatte sich in westlicher und nördlicher Richtung stark ausgeweitet. Es wurde deshalb 1931 für die Gottesdienstbesucher auf der nördlichen Seite ein schmaler Zugang zum Gotteshaus angelegt.

In früheren Jahrhunderten wurden die Toten bei der Kirche bestattet. Dieser Raum war viel größer als jetzt. Bei Ausschachtungsarbeiten wurden auch Gebeine außerhalb des jetzigen Kirchengeländes gefunden.
Im Jahr 1826 entstand der neue Friedhof rechts an der Straße nach Rhena.

Auf den Tafeln des Ehrendenkmals sind die gefallenen Lelbacher der Kriege 1914 – 1918
und 1939 -1945 eingetragen. Alle 2 Jahre wird am Volkstrauertag an dieser Stelle der gefallenen beider Weltkriege gedacht.


6.    Stadtweg / Willinger Straße   

6.1  Pferdewechselstation, Poststationen, Gasthäuser

Dem Bauer Pohlmann gehörte der Hof auf der rechten Seite der Bundesstraße. Heute befindet sich die Schreinerei Heckmann in dem Haus.
Er hatte die Gastwirtschaft, die Pferdewechselstation für die Postkutsche und die Poststelle inne.

So fuhren die Waldeckischen Fürsten Georg – Viktor und auch später sein Sohn Friederich,
auch Quetschen Frieder genannt, mit der Kutsche von Arolsen zur Auerhahnjagd ins Upland.
Da der Auerhahn bei Tagesanbruch gejagt werden musste, galt es schnell von Arolsen ins Jagdrevier zu kommen
Aus diesem Grund wurden hier in der Pferdewechselstation auf halber Strecke die abgehetzten Pferde gegen Frische gewechselt. Die Pferde wurden einen Tag vorher hier angeliefert.
Auf dem Rückweg hatte man ja keine Eile mehr. Es ging gemächlich mit dem Gespann gen Arolsen.
In Lelbach kehrte dann der Fürst in die Gastwirtschaft Pohlmann ein. Der Gastwirt hatte nämlich einen guten Ruf als hervorragender Koch.
Der hohe Gast bekam zum Mittagessen ein Fischgericht, mit den frisch gefangenen wohlschmeckenden Fischen aus dem Lelbacher Dorfteich, serviert.

1903 wechselte die Konzession für die Gastwirtschaft zu Bauer Kiepe und die Poststelle zu Bürgermeister Kramer.
Die ehemalige Pohlmannsche Gast.- und Landwirtschaft kaufte der Bauer Teigeler aus Soost.
Er erhielt 1913 die Konzession für die Gastwirtschaft zurück.
Im Jahr 1946 erging die Konzession an Frau Schalk.
Sie baute später an die Gaststätte einen großen Saal mit Bühne.
Er wurde für Dorffeste verschiedener Art und für den Turnbetrieb des 1920 gegründeten Turnvereins genutzt.
Der Musikverein wurde 1953 in dem Saal gegründet und nutzte ihn als Probenraum.

Die Staatsstraße oder Chaussee (heute Bundesstraße) von Korbach über Lelbach nach Brilon wurde in den 40er Jahren des 19. Jahrhundert gebaut. Sie teilte unseren Ort in das Unterdorf und Oberdorf.
Die Korbacher bepflanzten die neue Strasse mit Ahornbäumen.
Die Lelbacher Straßenanlieger wurden verpflichtet Obstbäume am Straßenrand vor ihrem Grundstück zu pflanzen.
Dafür durften sie das anfallende Obst für sich zu behalten. Auch meine Familie kam dadurch in den Genuss etwa 100 Jahre lang an der Straße Obst zu ernten.
Im Rahmen des Straßenausbau im Jahr 1956 wurden die Obstbäume gefällt.


7.   Dorfplatz       

7.1  Siedlung „Auf den Brüchen“

Der an und oberhalb der Straße „Auf den Brüchen“ liegende Siedlungsbereich entstand in der Zeit von 1899 bis etwa 1926 und zieht sich entlang der Straße zum Homberg.
Der Straßenname „Auf den Brüchen“ ist abgeleitet worden von Bruch, Breuke.
So wurden nasse Stelle im Gelände bezeichnet, was auf diesen Bereich zutrifft.
Vorher stand hier unweit vom Dorf entfernt nur ein einzelnes Haus, rechts neben der Bahnbrücke.
Es wurde im Jahr 1866 erbaut.
Der Erbauer und seine Vorfahren wurden jeweils als „besondere Hirten“ in den Kirchenbüchern aufgeführt und waren bei der Gemeinde angestellt.
Nebenbei wurde eine kleine Landwirtschaft als Kötter oder Köhtner betrieben.   

Die Kötter oder Köhtner waren meist am Dorfrand angesiedelt und hatten ein bis zwei Kühe und Ziegen. Als Fuhrwerk diente ein Leiterwagen mit dem Kuhgespann. 
Da der Ertrag aus der Landwirtschaft in der Regel nicht für den Lebensunterhalt ausreichte, verrichteten sie zusätzlich handwerkliche Arbeiten oder arbeiteten als Tagelöhner auf Bauern- und Herrenhöfen.

Bei den Bauernhöfen unterschied man zwischen Ganzspänner – oder Vollspänner, Halbspänner - und Viertelspännerhöfe.
Die angeführten Bezeichnungen beziehen sich auf die Zahl der Pferde, die gehalten bzw. angespannt wurden.
Bemerkenswert ist auch, dass die Bauern die im Besitz von zwei und mehr Arbeitspferden waren, für Besuchsfahrten am Sonntag im Sommer eine Kutsche und im Winter einen Jagdschlitten mit Schellengeläut fürs Pferd besaßen. Es war ein sichtbares Wohlstandszeichen.

7.2  Obere und Untere Ziegelhütte

Noch etwas weiter vom nördlichen Ortsrand entfernt, stand seit dem Jahr 1840 der Hof Niem.
Der Hof ist auch bekannt unter dem Namen „Obere Ziegelhütte“.
Neben der Landwirtschaft wurde hier eine Ziegelherstellung für Bau.- und Dachziegeln betrieben.
Der Hof liegt heute oberhalb der Bahnlinie.
Im Gegensatz gab bzw. gibt es auch die „Untere Ziegelhütte“. Das Haus steht unterhalb der alten Badeanstalt an der Umgehungsstraße. Auch hier wurde eine Ziegelherstellung betrieben.
Beide Ziegelhütten waren Verwandtschaftlich miteinander verbunden.
Ihr Material für die Ziegelerstellung holten sich beide Ziegelhütten aus den etwa 2 Km östlich von Lelbach entfernt liegenden mächtigen Tonlagern.

7.3  Eisenbahn (Bundesbahn)

Zu Beginn des Jahres 1913 wurde mit dem Bau der Bahnteilstrecke von Korbach nach Lelbach / Rhena begonnen. Sie zieht sich im Bogen nördlich um Lelbach herum.
Diese Teilstrecke hat hier die größte Steigung auf dem Weg nach Brilon Wald zu bewältigen.
Außerordentlich viel Arbeit verursachte der oberhalb des ehemaligen Bahnhofs
Lelbach / Rhena liegende Einschnitt.
Mit Bohrmaschinen und Baggern wurden dort 265 000 cbm Felsen und Erdreich bewegt.
Die beim Bahnbau beschäftigten Arbeiter verschiedener Nationalitäten, Italiener, Polen, Kroaten usw., waren zum großen Teil in Lelbach untergebracht. Fast jeder Hausbesitzer hatte Gastarbeiter als Schlafgäste.
Am 1. Juni 1914 wurde die Teilstrecke Korbach - Lelbach / Rhena der geplanten Bahnstrecke zwischen Korbach und Brilon - Wald eingeweiht.
Viele Lelbacher leistete sich an den Pfingsttagen das Vergnügen, einmal mit “unserer Bahn“ zu fahren.
Die gemeinsame Gemarkungsgrenze von Lelbach und Rhena verläuft über das Bahnhofsgelände.
So kam der Bahnhof in Rhenaer Gemarkung und das Toilettenhaus auf Lelbacher Seite zu stehen.
Die Rhenaer waren nartürlich dem Lelbacher Spott ausgesetzt, da sie nach Lelbach aufs Klo mussten.
Die Bahnverwaltung hatte den Bahnhof Lelbach / Rhena benannt.
Lelbach stand an erster Stelle, weil die Bahn von Korbach kommend zuerst an Lelbach vorbeifuhr.
Das gefiel wiederum einigen Rhenaern nicht, da das Gebäude doch in ihrer Gemarkung stand.
Auf dem Bahnhofsschild wurde der Name Lelbach einfach mit Farbe übermalt.
Die Bahnverwaltung drohte dann damit, den Bahnhof in Lelbach umzutaufen. 
Die Rhenaer gaben nach und der Doppelname Lelbach / Rhena blieb erhalten.

Das Wasser zum befüllen der Kessel der Dampflokomotiven und das Trinkwasser kamen aus dem neuen Lelbacher Wassernetz. Eigens dafür hatte die Bahn einen Hochbehälter, oberhalb der Füllstelle auf dem Bahnhofsgelände, in den Felsen eingebaut. Dort wurde das Wasser vorgehalten.
Laut Vertrag erhielt die Gemeinde Lelbach 6.000 Mark für den Bau der Abzweigung.
Für jedes cbm Wasser, das gebraucht wurde, zahlte der Fiskus 12 Pfennig und verpflichtete sich
zu Abnahme von mindestens 3.000 cbm pro Jahr.

7.4  Forsthaus Homberg

Von der nördlichen gemeinsamen Gemarkungsgrenze von Lelbach und Korbach die hier dem Dorf am nächsten kommt, erstreckt sich weit Richtung Norden der Homberg.
Das weitläufige Waldgebiet gehörte einst mehreren Korbacher Familien.
Sie verkauften es im Jahr 1880 an die Familie Schmieding.
Das am Waldrand auf einer Anhöhe in der Korbacher Gemarkung liegende Forsthaus Homberg wurde im Jahr 1904 von dem Mitglied des preußischen Herrenhauses Landgerichtsrat Schmieding erbaut. Das ehemalige Forsthaus ist vor einigen Jahren einem Neubau gewichen.
Oberhalb des Hauses befindet sich ein Privatfriedhof mit Gruft, in der die Familienmitglieder bestattet wurden und heute noch bestattet werden können.
Der letzte Landesdirektor von Waldeck, Wilhelm Schmieding wurde im sehr kalten Winter 1929 hier begraben
Der Homberg gehört heute zum Hessenforst.
Die Mehrzweckhalle Lelbach heißt seit geraumer Zeit Homberg Halle.
Der Namensgeber war das vor beschriebene Waldgebiet.

7.5  Dorfplatz und Backhaus

Planungsbeginn    2001 / 2002

Ziel               Neuen Mittelpunkt zur Verbindung der Einwohner zwischen Alt-Lelbach und

                    dem Neubau-Gebiet schaffen, bisheriger Standort war an der Teichanlage im                 

                    alten Teil von Lelbach, als Treffpunkt für Alt- und Neubürger ungeeignet

Dorfhütte:     Baubeginn 2003 / 2004
                    Aufbereiten und Planierungsarbeiten 2002

Dorfplatz       Baubeginn  2004 / 2005

Pflasterung     11. April bis 9. Mai 2007

Einweihung    Zur 1025 Jahrfeier 2005
                    Mit Dorffest und Erntedankfest, 1./2.Okt. 2005

Maibaum        Erster Maibaum aufgestellt zum Backhausfest am 9. Mai 2003
                    Höchster Maibaum in Waldeck mit 35,74 Metern!

Herstellung    Eigenleistung durch OB, freiw. Helfer
                    Materialstellung teilweise durch Stadt KB


Das alte Backhaus stand früher auf dem Hof des Lelbacher Landwirts Georg Zenke. Es entstand dort im Jahre 1885, die Baugenehmigung ist datiert vom 17. Mai 1885.
Georg Zenke spendete das alte Backhaus den Lelbachern, Karl Wille setzte sich fortan  für den Wiederaufbau ein.
Am 31. Dezember 1999 wurde der neue Standort für das  Backhaus durch die Pflanzung einer Kastanie symbolisch durch den Ortsbeirat signalisiert.
Im Mai 2000 wurde mit dem Wiederaufbau begonnen, Karl Wille mobilisierte Kameraden der freiw. Feuerwehr und weiterer Helfer im Dorf zum Aufbau, weit über 50 Lelbacher packten beim Bau mit an.
Die Baukosten betrugen insgesamt weit über 44.000,- DM, die Stadt Korbach half durch eine Beteiligung beim Materialeinsatz. Spenden vom OB und Lelbacher Bürgern machten dieses Vorhaben erst möglich.
Insgesamt wurden ca. 900 Arbeitsstunden aufgebracht.

Geschichte/Statistik
Erste Baugenehmigung vom                        17. Mai 1885
Abriss des alten Backhausess                       1996
Vorarbeiten, Planung und Standortsuche      1997 / 1998
Pflanzung einer Kastanie als Symbol            31. Dezember 1999
Neue Baugenehmigung                                7. März 2000    Bauschein-Nr. A/1515/99/0297
Einweihung                                               Erstes Backhausfest am 26. Mai 2001
Jedes zweite Wochenende im Mai wird das Backhausfest gefeiert., 2012 zum 12ten mal!

7.6  Neubaugebiete

Grundstückeigentümer Lanwirt Welteke    Fläche         ca. 8,5 ha
Verkauf an Stadt Korbach                                           1972 / 73

Baubeginn / Vorbereitungen durch Stadt Korbach         1974
Erstes Haus        Familie Kohlmeier                            1975
Bauplätze insgesamt                                                84 Plätze

Straßenbezeichnung A – B – C – D –
        Vorgabe durch die Post zur Einführung von Straßennamen in allen Ortsteilen/Dörfern.
        Dabei musste beachtet werden, dass keine Straßennamen doppelt auftraten bzw. die schon in der Kernstadt vorhanden waren, deshalb als Planstraßen zunächst ABCD
        Durch OB-Beschluss von 1978 wurden die Bürger befragt und anschließend die Buchstaben ABCD beibehalten
       
Baugebiet                 Am Bruchgraben        18 Grundstücke
Baugebiet                 Im Wiesengrund        26 Grundstücke
Baubeginn                 Planung 2005 / 2006
Einwohner Lelbach    Stand Juli 2012         676 Einwohner
                               Davon                     56 als Nebenwohnsitz
Häuseranzahl 2012                                   179 Häuser   


7.7   Evangelisches Gemeindehaus

Hauptakteur, Planer, Finanzbearbeiter, Motor für den Bau eines eigenen Gemeindehauses war der damalige Pfarrer Gerhard Reuse. Er war von dieser Idee begeistert und setzte sich auch bei vielen Behörden  für den Neubau eines Gemeindehauses in Lelbach ein. Es fehlte damals ein weiteres Gebäude für diverse Nutzungsmöglichkeiten im Dorf, die alte Schule war verkauft,
der Gemeinschaftsraum in der MZH oftmals überbelegt. Ohne den Weitblick und den eisernen Willen von Pfarrer Reuse wäre wohl dieses Gemeibdehaus nicht entstanden.
 
1985    Erste Pläne im Kirchenvorstand zur Anschaffung von eigenen Gemeinderäumen
1992    Einstimmiger Beschluss des Kirchenvorstandes zum Neubau
1993    Grunderwerb – Anbindung – Anschlüsse
1994    Grundsteinlegung im November
1995    Richtfest im Januar     Einweihung am 25. August

Baukosten rund 1 Million DM        Kostenaufteilung     50 % Landeskirche
                                                                            18 % Landkreis und Kommune
                                                                            12% Eigenleistungen
                                                                            10 %  Zuschuss durch Elternverein
                                                                              5%   Kirchengemeinde Lelbach
                                                                              5%  Spenden Lelbacher Bürger

Nutzung

1. Sept. 1995 Start mit der Einweihung des Kindergartens mit 22 Kindern
Musikverein/Orchestergemeinschaft, Gemischter Chor Lelbach
Frauenabende, Konfirmandenstunden
Sitzungen des Kirchenvorstandes
Monatstreffen des Seniorenkreises

Nutzung für priv. Feiern (Jubiläen, Geburtstage, Beerdigungscafe)
Nutzung der Infrastruktur und des Parkplatzes bei Dorffesten.            


8.    Erlheimer Weg       

8.1  Gut Erlheim

Das Gut Erlheim liegt etwa 1 km vom Lelbacher Ortskern entfernt.
Frühere Bezeichnungen waren: Erleheyn, Erlenhain, Erlehoff.
Die Bezeichnungen weisen auf die Baumart hin, die in älteren Zeiten hier wohl zahlreich vertreten waren und heute auch noch teilweise da sind.
1394 war der Hof im Besitz der Herren von Rhena.
1541 waren die Einkünfte des Gutes vom damaligen Grafen Wolrad II. zu Waldeck / Eisenberg dem Bürgermeister zu Korbach verschrieben.
Dem Gutshof war früher eine Wassermühle angegliedert.
Der Mühlengraben und Reste des Mühlrades sind heute noch sichtbare Zeichen des einstigen Mühlenbetriebes.
Die Erlheimer Mühle hatte immer unregelmäßig Wasser, deshalb wurde ein großer Sammelteich angelegt.
Die Mühle hatte wechselnde Besitzer, so besaß die Stadt Korbach die Mühle zu Erlheim
im Jahr 1537 dann wieder 1573 und zuletzt 1615.
Lange Zeit waren Gut und Mühle auch im Besitz der Familie Niem, später Obere Ziegelhütte.
Danach kamen Gut und Mühle Erlheim in den Besitz der Familie Stockhausen.
In einer Statistik von 1855 wird schon darauf hingewiesen, dass der Besitzer von
Erlheim mehr vom Ackerbau als vom Mühlengewerbe lebe.
Vor der Jahrhundertwende ist der Mühlenbetrieb ganz zum Stillstand gekommen.
In der Niederschrift „Die Flurnamen der Gemarkung Korbach“ von Wilhelm Hellwig steht, dass der Junker von Rhena, 1554 den Korbacher Müller zu Erlheim erschlug.
1641 wurden im Erlheimer Teiche drei Frauen, die der Zauberei angeklagt waren, dreimal „geschwemmt“.

8.2  Öhls Teich

Nach dem Bauer Wilhelm Öhl wurde der auf den Erlewiesen angelegte Teich benannt.
In der Umgegend war der Bauer Öhl auch als „Eiskönig von Lelbach“ bekannt.
Das Wasser für den Teich kam aus der vorbeiführenden Kubach.
Im Winter versorgte er Brauereien, Bierverleger, Metzger und Gastwirte mit frischem Eis für die Kühlung der Waren und Getränke im Sommer.
Wenn das Eis im Winter die richtige Stärke hatte, bestellte er die Fuhrleute je nach Schneelage mit Frachtschlitten oder Kastenwagen.
Viele Lelbacher halfen ihm, bei guter Bezahlung, bei der schweren Arbeit und bei grimmiger Kälte
die Eisstücke zu gewinnen.
Zuerst wurden Schollen in der Größe 1 x 2 m losgehackt und anschließend mit Eishaken an Land gezogen. Die Schollen wurden hier zu kleineren Eisstücken zerschlagen und auf die bereitstehenden Fuhrwerke verladen. Jährlich wurden im Winter bis zu 300 Fuhren Eis ausgeliefert. 
Das Eis wurde bei den Verbrauchern in tiefen abgedichteten Kellern oder Gewölben bis zum Sommer gelagert. So gab es an der Strasse zwischen Korbach und Berndorf einen Felsenkeller in dem ein Berndorfer Gastwirt große Mengen Eis lagerte.
Zum Abschluss einer Eissaison wurde ein zünftiges Eisfest gefeiert. Die Kunden hatten hierzu Schnaps, Bier und Würste gespendet. Das der Nachhauseweg dann nicht immer glatt verlief dürfte wohl klar sein.
Im Jahr 1941 verließ die letzte Fuhre den Teich.
Der Bauer Wilhelm Öhl verstarb 1950 im Alter von 96 Jahren. Er trug bis zuletzt bei seinen Feldgängen seinen Waldecker Bauerkittel.

8.3  Neuer Teich ( Alte Badeanstalt)

Der „neue Teich“, später „Alte Badeanstalt“ genannt, diente ursprünglich der Fischzucht und teilweise im Winter zur Eisgewinnung, wenn Öhls Teich keine ausreichenden Eismengen hatte.
Das Wasser für den Teich wurde aus der nahe gelegenen Kubach abgezweigt.
Im Jahr 1920 übernahm die Stadt Korbach den Teich.
Das Gebiet gehörte zu dieser Zeit der selbstständigen Gemeinde Lelbach.
Damit es rechtlich zu Korbach gehörte, wurde ein Gebietstausch vorgenommen.
Die Gemarkungsgrenze die etwa 500 m  östlich vom Teich verlief, wurde um diesen Bereich herumgelegt.
Die Stadt Korbach baute parallel zu den Fischteichen Schwimmbecken und Umkleidekabinen
für eine Badeanstalt, die 1928 eröffnet wurde.
Die Wasserversorgung erfolgte durch eine Leitung, die an die in der Nähe verlaufenden Versorgungsleitung zwischen dem Wasserwerk bei Erlheim und Korbach angeschlossen war.
Nachdem 1960 das Freibad auf der Hauer eröffnet war, kehrte in die „Alte Badeanstalt“
Ruhe ein. Der Beton der Schwimmbecken und die Umkleidekabinen  wurden entfernt.
So entstand ein wertvolles und einmaliges Feuchtbiotop hier im Raum. 

8.4  Der Kubach

Der Kubach entspringt am östlichen Echternberg oberhalb des Jagdhauses in der Korbacher Gemarkung. In Korbach liebevoll „Die Kuhbach“ genannt, bekommt der Bach unterhalb des Jagdhauses Verstärkung durch einen weiteren Bach, der am Flachskamp seine Quelle hat.
Zusammen fliest das Wasser durch zwei Fischteiche im Homberg und danach einige Meter entfernt  entlang der Gemarkungsgrenze zwischen Korbach und Lelbach. Im Kohl wird er in einer Röhre mit
1 Meter Durchmesser unter Bahndamm durchgeleitet. An der Erlheimer Mühle sorgte er für den Antrieb des Mühlenrades bis Ende des 19. Jahrhundert. Der Kuhbach wechselt unterhalb des Neuen Teichs die Gemarkung. Er kommt dann für einige hundert Meter in die Lelbacher Gemarkung zurück, bevor er diese im Bereich der Unteren Ziegelhütte endgültig verlässt.
Der Kubach lieferte zuvor das Wasser für Öhls Teich und Neuer Teich. Nachdem er Korbach durchflossen hat mündet er unterhalb von Dorfitter in die Itter. Das Kuhbachwasser findet seinen Weg zur Nordsee über die Eder, Fulda und Weser.

8.5  Renaturierung Kubach

Im Jahr 2001 wurde zwischen Öhls Teich und der B 251 auf einer Länge von ca. 700 m der Kubach
renaturiert. Das Gewässer wurde in sein ursprüngliches Bachbett im Geländetiefpunkt rückverlegt.
Abhängig von der Wassermenge wird der Kubach bis zu 4 m breit. Beidseitig des Baches ist ein  breiter Streifen eingezäunt, damit sich hier die Natur frei entfalten kann. Finanziert wurden die Maßnahmen von der EU, Land Hessen und Stadt Korbach.
Die übrige Wiesenlandschaft wird von Heckrindern gepflegt. Die Heckrinder haben ihren Namen von den Züchtern namens Heck. Sie sind Rückzüchtungen der im 17. Jahrhundert ausgestorbenen Auerochsen. Die Heckrinder gleichen der einstigen heimischen Wildtierart.
Sie sind extrem Genügsam, gute Futterverwerter sowie Winter und Nässehart.  
In Verbindung mit der „Alten Badeanstalt“ ist hier ein Naturschutz und Naherholungsgebiet entstanden.
Der rund 3,1 km lange Rundwanderweg mit zahlreichen Schautafeln und Beobachtungsständen bietet einen guten Einblick in das Feuchtgebiet.

In diesem Zusammenhang kann man wohl auch feststellen, dass der vorgenommene Landfraß gerade in Lelbach enorm zugeschlagen hat.
So gingen durch Bauland, Straßenbau, Sportanlagen, Naturschutz und Ausgleichsmaßnahmen und Bio – Stromerzeugung ernorme landwirtschaftliche Flächen für die Nahrungsmittelerzeugung zum Teil für immer verloren.

In diesem Zusammenhang muß man aber auch feststellen, dass der vorgenommene Landfraß gerade in Lelbach enorm zugeschlagen hat.
So gingen durch die eben beschriebenen Naturschutz und Ausgleichsmaßnahmen, aber auch durch Bereitstellung von Bauland, Straßenbau, Sportanlagen und Bio – Stromerzeugung ernorme landwirtschaftliche Flächen für die Nahrungsmittelerzeugung zum Teil für immer verloren.

8.6  Schein - Flugplatz

Im Sommers 1938 wurde durch eine Kommission ein etwa 50 Morgen großes Gelände vor und östlich der „Alten Badeanstalt“ gelegen als Notflugplatz ausgewählt. Bald wurden Einebnungs- und Drainierungsarbeiten dort vorgenommen.
Gleich nach Beginn des zweiten Weltkrieges wurde der „Flugplatz“ auf 150 Morgen erweitert.
Er reichte nun bis an die Bundesstraße.
Es wurde aber bald deutlich, dass es sich nicht um einen Notlandeplatz handelte, sondern um einen Scheinflugplatz.
Denn es kamen 20 Scheinflugzeuge aus Holz und Pappe auf das Gelände sowie einige Baracken mit Fernsprecher und Lichtanlage. Arbeiter meist aus dem Hessischen waren bei der Flugplatzanlage beschäftigt. Gleich nach der Besetzung Frankreichs, wurde der Scheinflugplatz beseitigt.
Die Anlage soll 150.000,--Mark gekostet haben.

8.7  Flurnamen

Wilhelm Hellwig der Flurnamenforscher, war sich über die Bedeutung und den Wert der Flurnamen im Klaren.
Nach seiner Meinung werden unsere Flurnamen zu Unrecht gegenüber den Ortsnamen so gering bewertet.
Dabei bieten gerade die Flurnamen oft das einzige Quellenmaterial, aus dem sich die ganze Entwicklung und Geschichte einer Region oder Dorfes ableiten lässt.
In der Flur gibt es keine Straßennamen und Hausnummern.
Die Orientierung für die ländliche Bevölkerung bieten nur die Flurnamen.

 Drei Flurnamen sollen hier stellvertretend beschrieben werden.

1. In der Lanfert
Lanfert ist der Plattdeutsche Wort für Landwehr. Eine solche war vor Korbach als Schutzanlage errichtet worden. Sie bestand aus einem mit Gebüsch bepflanztem Wall und zwei Gräbern und sollten Viehdiebe und Räuberisches Gesindel abwehren.
In einem Waldstück nord - westlich von hier zwischen Bahnhof Lelbach-Rhena und der Reitanlage ist die Anlage noch deutlich sichtbar.
Auch in der Feldflur nord - östlich waren nach Angaben Lelbacher die Schutzanlage in Teilen noch zu sehen.
Die Landwehr zog sich von Rhena durch Berndorf hindurch bis hinter Strothe.
Streckenweise bestand sie aus zwei Wällen.
Der Bau der Wälle und Gräben mit einfachen Hilfsmitteln war sicherlich eine mächtige Arbeitsleistung der Menschen in der damaligen Zeit.

2. Am Schlage
Man könnte geneigt sein, diese Bezeichnung auf in diesem Gemarkungsteil geschlagenen Wald zurückzuführen.
Wilhelm Hellwig vertrat jedoch in seiner Arbeit „Die Flurnamen Korbachs“ die Meinung, dass der Name auf Durchlässe der Landwehr, die mit Schlagbäumen gesperrt waren,
hinweisen.
In einer Urkunde von 1580 ist vom „oberen Schlag“, in einer anderen vom Jahre 1589 vom „Niederen Schlag und Mittelschlag“ die Rede.

3. In dr krummen Siede
In der amtlichen Bezeichnung des Katasteramtes Korbach heißt der Gemarkungsteil „Krumme Seite“. Wir haben hier den Fall einer anderen Sinngebung, wenn der alte Sinn nicht mehr verstanden wurde.
In einer Urkunde vom 08.01.1548 tritt diese Gemarkungsstelle als „Krumme Siege“ auf.
Siege, vielleicht auch Siepe hängt mit dem „sickern“ zusammen und bezeichnet eine sumpfige Stelle. Die in der „Krummen Seite“ gelegene Wiese, wurde 1877 der Schule zugeteilt.
Im Jahre 1881 berichtet der Schulstelleninhaber, dass die Wiese so sumpfig sei, dass man mit dem Wagen nicht dorthin fahren konnte.



Alte Hausnamen in Lelbach
(Ohne Gewähr auf richtige Schreibweise und Aussprache)

1.         Allen Richts

 Welteken

2.         Fürkuß

 Karl Wille

3.         Klängelers

 Karl Kiepe

4.         Linnewebers

 Hch. Behle (ehem. Bgm. u. Standesbeamter)

5.         Eggerkarl

 Karl Emde (Lebensmittelladen)

6.         Bickes

 Georg Zenke

7.         Zimmes

 Wilhelm Bangert (Kirchendiener)

8.         Megges

 Adolf Kiepe

9.         Herringes

 Hch. Bauch

10.       Mertens

 Karl Behle

11.       Behlen

 Friedrich Oehl

12.       Kutschers

 Hch. Schüttler

13.       Ornes

 Hch. Schalk

14.       Schniedes

 Hch. Grebe (ehem. Bgm. u. OV)

15.       Hans-Hennerkes

 Hedwig Schalk (Gaststätte Rhode)

16.       Schöpes

 Stockhausen/Kappler (ehem. Bgm.)

17.       Fisselers

 Hch. Bangert

18.       Strotenwärter

 Karl Emde

19.       Zimmes

 Harald Bangert

20.       Allenäckerts

 Karl Emde (vor Eierdanz)

21.       Schöpers

 Hch. Emde (Hartmut Emdes Opa war Schäfer)

22.       Eggeheeren

 Karl Wege

23.       Tegelers

 Hch. Niem

24.       Erlemes

 Erlheim (Stockhausen / Braune)

25.       Mattiges

 Georg Kleine

26.       Schenken

 Heinz Herzog

27.       Heuschäpes

 Friedrich Fingerhut